Eine falsche Entscheidung

Heute schreibe ich ganz von mir selber, darüber, dass ich vor über 20 Jahren eine Entscheidung getroffen habe, die so falsch war, wie es falscher gar nicht geht (wenn es dieses Wort überhaupt gäbe: „falscher“)

Ich hasse es, von Menschen immer und immer wieder zu hören, dass für alle, wirklich alle Fehltritte in ihrem Leben die Vergangenheit, die Eltern, eine Krankheit, … schuldig seien. Denn so ist es nicht!

De facto ist es natürlich so, dass Krankheiten und Besonderheiten einen einschränken und auch die Eltern, andere nahestehende Personen und unsere Vergangenheit uns zu dem gemacht haben, wer wir sind, aber trotzdem sind wir alle Menschen mit menschlichen Zügen, zu denen auch Fehler und falsche Entscheidungen gehören. Sonst dürften wir auch keine Komplimente oder Lob für unsere guten Seiten entgegennehmen, denn auch dafür wären dann nicht wir verantwortlich. „Eine falsche Entscheidung“ weiterlesen

DOUBLE BIND (Doppeldeutige Botschaft)

Jeder von uns kennt es und jeder von uns macht es: Doppelbotschaften senden.

Allein die standardisierte Frage: „Wie geht es dir?“ und die genauso gewohnte Antwort: „Gut.“ ist so eine. Oft möchte derjenige, der die Frage stellt nur ein Gespräch anfangen und es interessiert ihn gar nicht, wie sich sein Gegenüber wirklich fühlt – und im Gegenzug sagen wir meistens „Gut“, obwohl man uns ansieht, dass das ganz und gar nicht gut ist.

Das nennt man „doppeldeutige Botschaft“ und als Erwachsene machen wir sie ständig. Sei es, um nicht zu nerven, um nicht reden zu müssen, dafür, dass sich jemand keine Sorgen macht oder einfach, um uns nicht zu erkennen zu geben, immerhin bieten wir eine Angriffsfläche, wenn wir immer die Wahrheit sagen, und ganz ehrlich: Wer will das schon? Wir leben mit diesem Prinzip – und meistens leben wir ziemlich gut damit.

Aber was passiert, wenn man damit aufwächst, wenn man von den Nächsten Menschen in extremster Form nur diese Botschaften erhält? – Darum soll es hier gehen. Vielleicht werden sich manche von Euch hier wiederfinden, manche vielleicht andere verstehen oder Zusammenhänge erkennen und vielleicht interessiert es auch nur.

Ich möchte einmal mehr sagen, dass hier nichts bewiesen oder wissenschaftlich fundiert ist, es sind rein meine eigenen Erfahrungen und Gedanken!

 

Seitdem ich denken kann, habe ich von meiner gesamten Familie mütterlicherseits nur Double bind kennen gelernt. Es wird gesagt: „Ich akzeptiere alles und jeden“ – und wie ist das Verhalten? Konsequent rassistisch und unehrlich. Als kleines Kind, ich war noch nicht in der Schule, habe ich aus meinem Kinderzimmer gehört, wie sich mein Vater übergeben hat, bin ins Schlafzimmer gegangen und habe die Alkoholflaschen ins Wohnzimmer gestellt, wo meine Mutter leider gerade eine Freundin zu Besuch hatte. Es war ihr wohl enorm peinlich, aber sie zog mich an sich, streichelte meinen Bauch und flüsterte mir zu: „Warte, bis C. weg ist, dann kannst Du was erleben!“ Ich hatte keine Ahnung, wo der Fehler war, immerhin machte sie es doch genauso. Sie nahm in solchen Fällen meinem Papa die Flaschen weg.

Aber das hatte damit zu tun, dass die Probleme innerhalb der Familie dazubleiben hatten und ich alles dafür zu tun hatte, dass es so blieb und nicht irgendwelche Leute mit der Nase darauf stieß. Heute denke ich, dass es zwar ein Fehler ist, über solche Probleme nicht zu reden (zumindest, wenn es so katastrophenmäßig zugeht, wie bei uns früher), aber sei es drum: Anstatt mich hinterher grün und blau geschlagen in eine dunkle Kammer zu sperren, hätte sie mir, kindgerecht, erklären können, was ich falsch gemacht hatte. Ich hätte das dann verstanden und alles wäre gut gewesen. Aber das ist Double bind in extremer Form zwischen Mutter und Kind: Das Kind kopiert das Verhalten, es kann ja nicht anders, aber das, was richtig ist, wenn es die Mutter macht, wird bestraft, wenn das Kind es ihr gleichtut.

In meinem Teenie-Alter hörte es nicht auf. Ich wurde krank und kam in Krankenhäuser in der ganzen Republik. In einem, einer Sportklinik in Lüdenscheid, versuchte man, mir mit konservativer Therapie zu helfen. Krankengymnastik, Schwimmen, Gerätetraining. Nach der ersten Woche waren alle Maßnahmen und Ideen ausgeschöpft, es funktionierte noch nicht mal mehr Stromtherapie, denn bei einer Stärke reagierten meine Muskeln noch gar nicht und bei der Nächsten zog mir die Muskulatur die Schultern raus. Der Arzt sagte mir, das hätte er noch nie gesehen, aber „wir werden es so weitermachen und ganz langsam Fortschritte erzielen.“ Wie gern hätte ich ihm geglaubt, aber sein Gesichtsausdruck sah eher besorgt und ratlos, als hoffnungsvoll aus. Ich sah in seinem Gesicht, dass er ganz anders dachte, als er sprach, aber ich war gewohnt, still zu sein über das, was ich fühlte, also war ich folgsam und blieb still. Es kam, wie es kommen musste, nicht ganz eine Woche später wurde ich mit einer Empfehlung an meine Eltern, in Stuttgart vorstellig zu werden, entlassen. Von Seiten meiner Mutter kam die stille, aber garantiert nicht falsch gedeutete Botschaft, ich würde gar nicht gesundwerden wollen.

 

Kinder so aufwachsen zu lassen, kann sie lebenslang schädigen. Natürlich sollen nicht die Kinder die Probleme der Eltern austragen, aber ihnen altersgemäß zu vermitteln, was richtig oder falsch und warum das gerade so ist, ist einfach besser, ehrlicher und gibt Sicherheit und Selbstvertrauen – Dinge, die ich jetzt versuche, aufzubauen, was mir echt schwerfällt, weil ich weder Urvertrauen noch Liebe, noch Selbstliebe kannte.

Genau aus diesem Grund bin ich auch in meine erste Ehe geschlittert – ich habe, mit dem allerbesten Wissen, wie man es nicht machen sollte, die Beziehung meiner Eltern übernommen. Ohne es zu merken. Dass mein Ex-Mann spielsüchtig war, brauche ich nicht nochmal zu erwähnen, aber ich habe mich nicht von den falschen Überzeugungen lösen können, dass das, was zu Hause passiert dort zu bleiben hat und es niemanden etwas angeht und dass man sich nicht trennt, „nur“ weil es Probleme gibt. Mein Problem war nur, dass ich ausgenommen wurde, wie eine Weihnachtsgans, dass ich ihn nie geliebt habe, dass ich psychisch missbraucht wurde und emotional gezwungen worden bin, alle Welt anzulügen, denn „das geht draußen niemanden etwas an“. Ich schaffte den Absprung erst, als es um mein physisches Überleben ging, heute bin ich aber froh, da überhaupt raus gekommen zu sein.

 

Aus oben genannten Gründen habe ich große Schwierigkeiten, Freunde und Freundinnen zu finden. Zum Ersten gibt es in meinem Umfeld nicht viele, die ich mir vorstellen kann, und zum Zweiten fehlt durch das fehlende Urvertrauen irgendeine Art von Selbstvertrauen. Ich habe immer nur das Gefühl, zu stören, das fünfte Rad zu sein, nicht kompatibel zu sein mit den Menschen.

 

In meiner Beziehung zu Sam ist das ganz anders. Dadurch, dass wir uns Freiraum lassen, kann ich mich entfalten, dadurch, dass er mich erzählen und schweigen lässt, kann ich vertrauen. Und Stück für Stück gewinne ich dadurch Selbstvertrauen. Ich kann leider oft nicht einschätzen, ob es ihm wirklich gut geht, wenn er es sagt, manchmal habe ich das Gefühl, ich sehe etwas Anderes, als ich von ihm höre, aber ich versuche, zu glauben, was er sagt, denn ich habe schon öfter voll danebengelegen, einfach, weil ich Ehrlichkeit nicht kenne.

 

Was ist nun mein Fazit: Seien wir doch einfach ehrlich. Wenn uns jemand fragt, wie es uns geht, dann dürfen wir sagen, wenn es nicht gut ist. Oder wir stellen eine Gegenfrage, ob unser Gegenüber das wirklich wissen will. Ich habe das mal gemacht und er sagte „Eigentlich nicht“, er wolle einfach ein Gespräch anfangen. Aber seitdem kann ich mir sicher sein, dass er es wissen will, wenn er fragt. Ich war auch schon in der Situation, dass ich schlicht sagte „Schlecht“ und es kam zurück: „Das ist schön, mir geht es nicht gut!“

An diese Sache habe ich mich heute Nacht erinnert, deswegen bin ich auf das Thema hier gekommen. Ich versuche mittlerweile, keine Double binds mehr zu signalisieren, ich habe es einfach satt, aber, wenn ich das Gefühl habe, es geht nicht anders, versuche ich es zumindest noch halbwegs mit der Wahrheit, mit der Bitte um Vertagung eines Gesprächs oder ich sage ganz klar, dass ich nicht drüber reden möchte. Das fühlt sich besser an, als standardisierte Antworten auf falsch gemeinte Fragen zu geben.

 

Versucht das mal: einfach mal ehrlich sein und kurz innehalten, bevor man eine Frage beantwortet. Denn damit macht man seinem Gegenüber auch klar, dass er Euch gerade eine Frage gestellt hat, vielleicht, ohne es zu merken? – Wer weiß!

…. und trotzdem geb ich nicht auf

Ich melde mich hier nach langer Zeit mal wieder zu Wort, ich hatte die ganze Zeit kein Thema, deswegen nehme ich jetzt genau das zum Anlass, zu schreiben. Es ist mal wieder „nur“ meine Empfindung, aber viele, die ich kenne, reagieren ähnlich oder vielleicht versteht ein Nahestehender einer Person mit der oder ähnlicher Symptomatik nach meinem Geschreibsel hier, diesen Menschen besser.

Im Moment hab ich schwere Depressionen mit psychotischen Symptomen. Ich hatte anfangs, vor 3 Monaten, überall dicke, schwarze Spinnen gesehen, wollte aber nicht zum Arzt. Menschen machen mir Angst. Es müssen keine Menschenmassen sein, manchmal bleibe ich, wie in einer Schockstarre stehen, weil ich Angst habe, dass derjenige, der hinter mir läuft, mir etwas antut. Das macht es schwer, einzukaufen, oder überhaupt vor die Türe zu gehen. Sam muss immer mit, dem es auch nicht gerade gut geht.

 

Es fing schon in der Schule an – in der Abendschule. Ich habe mich da für eine Lehrerin eingesetzt, die von der Klasse gemobbt wurde. Ende des Liedes war, dass ICH / wir uns vom Unterricht haben befreien lassen müssen und nur noch zu den Prüfungen gingen, die wir ja mit einem Gesamtergebnis von 1,3 bzw. 1,4 beendeten. Zwischen den Prüfungen bekam ich solche Rückenschmerzen, dass ich kaum mehr atmen konnte. Mein Arzt diagnostizierte eine Skolliose, wegen der ja schon lange versteiften Schulter und meinem Schmerzdoc fällt nichts mehr ein, wie er mir noch helfen soll. Dann kam heraus, dass, hätte der MDK mir mal zugehört, ich diese Erkrankung, noch gar nicht hätte. Ich habe 3x eine Dauer-KG beantragt, in einer stand sogar, vom Orthopäden geschrieben, dass es schwere Folgen für die umliegenden Gelenke, gerade für den Rücken haben wird, wenn ich das „normale Programm“ mache (18x Krankengymnastik und dann 6 Monate Pause). Danach fiel mir schon alles schwerer, aber Aufgeben ist keine Option – nie gewesen und wird es nie. Dann kam im Juli das Gespräch mit einem Gutachter, der in meiner Wohnung herumgeschrien hat und mich so fertig machte, dass ich ins Bad flüchtete. Auch die beiden, die da waren, schritten nicht ein. Das sorgte dafür, dass ich mich jetzt auch zu Hause nicht mehr sicher fühlte. Denn damit das Gespräch nicht aus dem Ruder läuft, waren 2 Wohnbetreuer da, die wussten, dass zu Hause der einzige Ort für mich war, wo ich mich wohl und sicher fühlte. Aber sie schützten mich nicht, weil auch sie verbal angegriffen wurden. Das war dann der Punkt, an dem ich in die „Abwärtsspirale“ der Depression rutschte, aber Aufgeben war nicht. Ein paar Wochen später (ich schaffte es dieses mal echt lange, meine Ängste für mich zu behalten) bekam ich die Lungenentzündung und konnte nicht mehr schlafen, nur noch im Sitzen, da ich beim Liegen sofort einen Hustenanfall bekam. Also kam ich wegen der Lungenentzündung ins KH. Als ich von dort kam, fing das Spinnen-sehen an und ich wurde immer melancholischer, trauriger, hab ohne Grund losgeweint und Sam hat mich zum Arzt geschleift. Ich war dann 2 Wochen in der Psychiatrie, verbessert hat sich zumindest das Problem mit den optischen Halluzinationen, die sind jetzt weg.

Und das ist der Grund, warum mich Unterhaltungen sehr anstrengen, aber es geht schon wieder, ich hab neulich 2x mit einer Freundin telefonieren können. Ich bekomme starke Medikamente, aber nur mit denen geht’s.

 

Habt Ihr in Eurem Umfeld Menschen mit Angst und Depressionen – oder seid Ihr selbst betroffen?

Für jede Art Kommentar bin ich, wie immer, dankbar.

Danke an alle, die bis hierhin gelesen haben. Eure kiki

 

Kommentar Bug

Leider hat sich ein kleiner Bug eingeschlichen und die richtigen Daten von Kommentaren aufgefressen, sodass jetzt alle manuell wieder hergestellt werden mussten und das gleiche Datum haben. Was aber eigentlich niemanden stören sollte.

Ein schwerer Weg – Umdenken

Aus gegebenem Anlass möchte ich heute meine Meinung über die landläufigen Gedanken und Gefühle bis hin zu Verurteilungen zum Thema „Menschen mit psychiatrischen Diagnosen“ kundtun. Ich will aufwecken – und nicht zuletzt ein wenig „aufräumen“ in den Köpfen derer, die Witze machen, blöde Sprüche klopfen und Menschen, die psychische Störungen und psychiatrischen Diagnosen haben, mit Gedanken wie: „Ach, noch so ein Bekloppter“ abtun. Ich empfehle also denjenigen, die ihre falsche Meinung behalten wollen, weiterhin denken wollen, dass es sie nicht betrifft mit Gedanken, wie: „Ich bin nicht gemeint, ich mach doch bloß Witze!“ einfach hier nicht weiter zu lesen. Ich empfehle das nicht nur, sondern ich bitte ausdrücklich darum, denn für solche Menschen gebe ich mir hier nicht die Mühe, zu schreiben. Wenn dieser Beitrag aber nur einen einzigen Menschen zum Umdenken bringt, habe ich mein Ziel erreicht und nehme die Anstrengung, die ich hiermit habe, gerne in Kauf! „Ein schwerer Weg – Umdenken“ weiterlesen

Ich denke in der Weihnachtszeit….

Ich wünsche Euch allen eine besinnliche und ruhige Weihnachtszeit und mit diesem Wunsch richte ich mich an all die Vergessenen, die im TV oder anderen Medien nicht auftauchen. Es gibt aber auch Menschen, für die diese Zeit sehr steinig ist.
Zu allerst denke ich an alle Soldaten, die nicht bei ihren Familien sein können, weil sie an der Front kämpfen und die jederzeit für wen auch immer ihr Leben lassen würden.
Ich denke an alle, die einen Menschen verloren haben und denen dies in dieser dunklen Jahreszeit immer wieder hoch kommt.
Ich denke an alle Kinder, die leiden und hungern müssen, weil sie keine Familien mehr haben, die sich um sie kümmern.
Ich denke an die Kinder, die in Slums leben müssen und denen Weihnachten nicht anders vorkommt, als sonst, weil sie täglich hungern müssen oder gar verhungern, weil die Hilfen nicht da ankommen, die für sie bestimmt sind.
Ich denke an Eltern, die ihr Kind zu Grabe tragen mussten und für die Weihnachten eine Zeit der Sehnsucht und der Trauer ist.
Ich wünsche allen Menschen, die so wenig haben, dass sie ihre Lieben nicht beschenken können und das nicht verstanden wird.
Ich wünsche den Menschen, die viel aushalten und ihre Situation nicht aussprechen, den Mut, endlich den Mund aufbekommen und sich in eine Sichere Situation begeben zu können – völlig egal, ob Mann oder Frau. „Ich denke in der Weihnachtszeit….“ weiterlesen

ICH BIN DANKBAR!

Ich bin dankbar! – Und das, obwohl ich in den 37 Jahren meines Lebens so viel habe erdulden müssen, dass es wohl für 300 Jahre Leben gereicht hätte.
Aber ich lebe. Ich lebe immer noch – und mittlerweile lebe ich auch wieder gerne. Aber um da hin zu kommen, hat es alle Erfahrungen gebraucht. Die verzweifelten Momente, in denen niemand da war, der meine stummen Schreie gehört hat, die vielen körperlichen Schmerzen, die mich heute noch oft lahmlegen und auch die Enttäuschung von Menschen, denen ich Vertrauen schenkte und die dieses dann missbraucht oder ausgenutzt haben. „ICH BIN DANKBAR!“ weiterlesen

Falsche Gefühle

Aus aktuellem Anlass möchte ich mich heute unseren Gefühle widmen– Gefühle, die wir alle haben und die uns leiten. Darüber, wie schwer es ist, wenn Empfindungen falsch assoziiert sind und zum Problem werden, werde ich heute schreiben.
Gefühle sind etwas, das alle Menschen kennen. Es gibt positive, negative, auferlegte, anerzogene und fremde Gefühle (wie das sog. „Fremdschämen). Ohne Gefühle wären wir Roboter, kalt und nicht von Erfahrungen geprägt, sondern programmiert und fremdgesteuert: Das vielzitierte Bauchgefühl, das meistens Recht hat und zu dem auch die Intuition gehört- und dem Verstand meist weit voraus ist. Oder die Angst: Sie ist ein Gefühl, das uns schützen soll, Gefahren zu erkennen – samt den dazugehörigen körperlichen Reaktionen. Auch unsere Stimmung wird von unseren Gefühlen bestimmt, bzw. stark beeinflusst. Es steht also außer Frage, dass uns unsere Gefühle das ganze Leben begleiten und wir ohne sie nicht einzigartig wären. Aber wenn wir „falsche Gefühle“ antrainiert bekommen, kann das schwerwiegende Folgen haben. „Falsche Gefühle“ weiterlesen

Aufwachsen in einer Sekte – und sich frei kämpfen

Kinder, die in einer Sekte aufwachsen, sind für andere Kinder „komisch“, sie selber sehen sich als etwas „Besonderes“, werden als „Erleuchtete“ hoch auf einen Thron gesetzt. Sie lassen alles geschehen, was mit ihnen passiert, weil sie in der kranken Vorstellung leben, alles, was sie erleiden müssen, sei eine Prüfung Gottes und je schlimmer und schmerzhafter ihr Leben hier ist, desto „besser angesehen“ sind sie nach ihrem irdischen Tod im Himmel und bekämen einen Ehrenplatz bei ihrem „liebenden Vater“
Wie ein Leben in so einem Gefüge aussieht, was Kindern passiert, die Fragen stellen, wenn sie sich versuchen zu wehren, wenn sie körperliche Krankheiten entwickeln, weil ihre Seele keinen anderen Ausweg mehr sieht – und was letzten Endes passiert, wenn sie sich entscheiden, ihren eigenen zu Weg gehen, der ein anderer ist, wie schwer der Kampf des Ausstiegs ist, und was passiert, wenn sie als Erwachsene sehen, wie krank ihre Vorstellungen und Ideologien waren – über diese Themen mit allen Konsequenzen werde ich heute schreiben. „Aufwachsen in einer Sekte – und sich frei kämpfen“ weiterlesen

Ist Menschlichkeit ein Drahtseilakt?

Mir ist in der letzten Zeit aufgrund von Gesprächen und selbst Erlebtem immer wieder eine Frage in den Kopf geschossen: Wo ist die Menschlichkeit geblieben? Wo ist das ehrliche Interesse am Anderen hin? Wann und wie ist uns das große Ganze der Sozialität abhanden gekommen? Dieser Beitrag soll dazu dienen, meine eigenen Empfindungen darzustellen und vielleicht auch zum Nachdenken animieren. „Ist Menschlichkeit ein Drahtseilakt?“ weiterlesen